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Heinrich
Meng *1887 |
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Stammt aus einer Lehrerfamilie, Studium der Medizin, Ausbildung in der Psychiatrie, Inneren Medizin und Kinderheilkunde, Mitglied der Jugendbewegung. 1914 Niederlassung als praktischer Arzt in Stuttgart. Im ersten Weltkrieg Kontakt zu Karl Landauer der sein Interesse für die Psychoanalyse von Sigmund Freud weckt. Die
Kriegserfahrungen machen Meng zum erklärten Pazifisten, er interessiert sich
zunehmend für psychohygienische Fragen. Der Kontakt mit Clara Zetkin bringt
ihn sozialistischen Ideen näher. 1918 Beginn eines Briefwechsels mit Freud, der bis zu dessen Tod
1938 fortgesetzt wird. 1919
folgt Meng Freuds Einladung nach Wien und macht eine Analyse bei Paul Federn.
Später folgt noch eine Lehranalyse in Berlin bei Hanns Sachs. Dort arbeitet
er an der Poliklinik des Berliner Instituts mit. 1922
gründet er mit Erich Fromm und Frieda Fromm-Reichmann die „Südwestdeutsche
psychoanalytische Arbeitsgemeinschaft“. 1926
wird Meng zum ordentlichen Mitglied der Berliner Psychoanalytischen
Vereinigung gewählt. Freud
vermittelt den Kontakt zu Hans Zulliger, der zu Vorträgen nach Stuttgart
kommt. Neben
der Psychohygiene interessiert sich Meng auch für die Homöopathie und wird
wegen seines guten Rufs zum Chefarzt der Inneren Frauenabteilung und der
Poliklinik am neu erbauten Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart. Er
baut einen Kreis psychoanalytisch interessierter Ärzte auf. Mit
dem Industriellen Robert Bosch verbindet ihn das Interesse an der
Gesundheitsfürsorge und der Aufklärung der „unteren Schichten“ der
Bevölkerung. Bosch stiftet das Grundkapital für den Hippokrates Verlag der
diesem Zweck dienen soll. Meng veröffentlich dort Volksbücher zur Aufklärung und
Gesundheitserziehung, er ist Mitglied des Beirats der Ärzte-Zeitschrift
„Hippokrates“. Mit Paul Federn gibt Meng 1926 das „Psychoanalytische Volksbuch“
heraus. Im gleichen Jahr gründet Meng mit Ernst Schneider die „Zeitschrift
für psychoanalytische Pädagogik“, die mit den ersten Heften im
Hippokrates-Verlag erscheint. 1927 und 1929 veranstaltet er mit Ernst Schneider pädagogische
Wochen zur „Einführung in die psychoanalytische Pädagogik für Erzieher,
Lehrer und Ärzte. 1929 gründet Meng in Stuttgart das „Institut für psychoanalytische
Pädagogik“, das eine Weiterbildung für Lehrer anbietet. 1929 gründet Meng mit Karl Landauer, Erich Fromm und Frieda
Fromm-Reichmann ein psychoanalytisches Institut als Gastinstitut der
Universität. Das Institut hat keine Poliklinik und bildet auch nicht aus. Es
kooperiert mit dem Institut für Sozialforschung der Universität mit Theodor
Adorno und Max Horkheimer. Meng übersiedelt nach Frankfurt. 1933 wird das Frankfurter Institut von den Nationalsozialisten
geschlossen, Meng emigriert in die Schweiz nach Basel. Dort erhält er später
den Lehrstuhl für Psychohygiene. |